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Projekt Picknick mit Milchstreichfett

milchsteichfett

Das Erdöl als fossiler Energieträger der modernen Industriegesellschaft wird auf absehbare Zeit zur Neige gehen. Daraus wird sich unweigerlich eine Veränderung unserer für selbstständig erachteten Mobilität ergeben. Individualverkehr, Fernreisen, ein flexibles und schnelles Von-hier-nach-dort wird Einschränkungen, zu mindestens einschneidende Umformungen erfahren. Wahrscheinlich schrumpft unsere globale Welt zusammen und die Wege werden zwangsläufig wieder kürzer.

Darauf wollen wir vorbereitet sein und sagen: BUTTER statt Erdöl.

In einer kleiner werdenden, entschleunigten Welt werden andere Rohstoffe wieder wichtig. Austausch und Zuwendung, Miteinander und Geselligkeit können im Hier und Jetzt stattfinden, wenn das Gegenüber nicht schon wieder unterwegs, sondern vor Ort anwesend ist. Für eine Kultur des Miteinanders ist Butter der Energieträger, der das Öl abzulösen weiß. Als Streichfett aufgetragen, ist es der Schmierstoff für Kommunikation und ein guter Grund zum Verweilen.

Das Öl geht zu Ende, die Butter bleibt.

picknick mit milchstreichfett bietet Butterbote an einer aufgelassenen Tankstelle an. Die Tankstelle als Symbolort für Mobilität, die sich durch ihr Verwaist-sein zum umgekehrten Zeichen formt, wird temporär als Picknickareal genutzt.
Wir fahren nicht fort. Wir bleiben. Und essen Butterbrote.

picknick mit milchstreichfett im Rahmen von "AUSGETANKT?" / HOT SPOTS am
6. August, um 19.00 Uhr auf dem Areal des Tankstellenrelikts Adam-Klein-Str./Ecke Mendelstraße in Nürnberg
www.hot-spots.net

AUSGETANKT?


FR 06.August, 19 Uhr - FR 27.August

Einladung zur Eröffnung in das HOT SPOTS OFFICE
Begrüßung, 19.30 Uhr
Dr. Peter Pluschke, Umweltreferat Nürnberg
Jochen Meister, Kunstgeschichte und -vermittlung, München
Musik: Anna Späth, Monochord Solo-Improvisation,
Klangraum Schönberg

Die besondere Aura außer in Betrieb genommener, ihrer Funktion beraubter Tankstellen, hinterfragt unser sinnliches, technisches und soziales Können und Wollen. Dieser Herausforderung möchte die Künstlerin Karin Bergdolt (Nürnberg) nachgehen.
In Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern und anderen Vorausdenkenden in dieser Stadt wird das Tankstellenrelikt an der Adam-Klein-Str./Ecke Mendelstraße im Nürnberger Stadtteil Gostenhof als das Symbol einer an ihrem Ende stehenden Technologie zur Quelle und zum Ausgangspunkt für Neues umgeformt - als Hot Spot technologischer und gesellschaftlicher Reformation.
Die Tankstelle wird als das HOT SPOTS OFFICE neue belebt:
Das ehemalige Kassenhaus wird zum temporären Büro und einem Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst - der Ort wird zum Aktionsforum für eine Kunst der Öffentlichkeit, immerzu kreisend um die Frage, was nach dem Öl kommt.
Die Intervention ist eingebettet in das internationale Kunstprojekt www.hot-spots.net in Zusammenarbeit mit Elizabeth Monoian (Dubai, VAE) und Ann Rosenthal (Pittsburgh, USA) und beschäftigt sich weltweit mit der Frage: "Was kommt nach dem Öl?".

Büro- und Projektleitung Nürnberg Karin Bergdolt

Gerade bei 10 Grad und Regen im August ist Milchstreichfett hilfreich.

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