Projektbereich picknick




picknick


picknick breitet karierte Wolldecken aus und animiert den überraschten Passanten wie den geladenen Gast gleichermaßen, sich niederzulassen und zu verweilen. picknick interveniert an unspektakulären, vertrauten Orten, indem es dem Fluss der alltäglichen Wahrnehmung Widerhaken bietet. picknick ist eine irritierende Begegnung mitten im Alltag.

die picknickdecke als kommunikationsplattform

picknick ist öffentlich, ist ein inszenierter Ort, der von seinen Gästen lebt. Passanten, Ausflügler, Reisende oder geladene Besucher finden sich ein, bilden eine Gemeinschaft auf Zeit. Man isst, trinkt, beobachtet, lauscht, schmökert, bastelt, erinnert oder döst. picknick ermöglicht Zwischenzeit, fordert auf, eine Pause einzulegen, sich lang auszustrecken und Brotzeit zu machen. Man findet Anschluss und plaudert - zu zweit, in der Gruppe, von Picknickdecke zu Picknickdecke. Gemeinsames Speisen und die Beschaffenheit des Ortes treiben die Gespräche voran. Die Picknickdecke lässt zusammenrücken - Picknickzeit ist Plauderzeit.

der picknickkorb mit angeboten

picknick richtet die Formen seiner Gastlichkeit an den jeweiligen Orten aus, verpackt Speisen und Getränke, Wissenswertes und Handlungsanweisungen. picknick macht Besucher zu Akteuren. picknick weckt Interesse und Erinnerungen, bittet die Teilnehmer um Antworten, stellt Fragen, sammelt Zeichnungen oder Berichte. picknick macht spezifische Angebote und füllt die Picknickkörbe je nach Kontext neu.

picknick wurde bisher realisiert als picknick am Pool (1999, Berliner Platz, Gießen), picknick mit Försters Pucki (2000, Langgönser Forst), picknick mit Rückfahrschein (2001, Bahnsteige und wechselnde Züge der Deutschen Bahn), picknick am Fluss (2002, Stadt 2030, Lahnufer), picknick im Park (5. Saarländischer Kunstpreis, Bexbach, 2004) und picknick im Separee (Forum für öffentliche Gegenwartskultur, Darmstadt, 2004).


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