Projektbereiche

Projekt ab jetzt wollen wir es weit bringen

Die Ausstellung Ab jetzt wollen wir es weit bringen (2018) umfasst fotografische, textbasierte und installative Arbeiten sowie Aktionen. Als Künstlerduo arbeiten Günther/Wagner seit 1999 gemeinsam an kontextbezogenen und prozessorientierten Projekten im gesellschaftlichen Alltag und ortsspezifischen Interventionen im öffentlichen Raum. Dabei steht vor allem die Gestaltung von spezifischen Orten und Situationen, die ungewöhnliche Begegnungen provozieren, im Vordergrund. Das verbindende Thema dieser Projekte, Aktionen und Ausstellungen ist unter dem Stichwort Alltagskultur zusammenzufassen. Alltägliche Räume wie KÜCHE oder KIOSK und die damit verbundenen ästhetischen Ausprägungen, sozialen Handlungsräume und gespeicherten Erinnerungen werden auf unterschiedliche Weise künstlerisch in den Blick genommen und geformt.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in aktuelle Arbeiten und fortlaufende Projekte. Dabei spielen Ansammlungen, Häufungen, Wiederholungen oder Krümel eine besondere Rolle. Die fotografischen Arbeiten von Jörg Wagner und die textbasierten von Ingke Günther werden hier um installative Situationen und Bespielungen im Innen- wie Außenraum ergänzt.

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Für die Aktionen wird das Kongressformat ausgerufen.


Geschehen 1_Abendbrotkongress. Es geht um die Wurst.



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Wir bitten an den Tisch zu Brot, Butter und belegenden Begleitern. Es wird um die Wurst gehen, um Abendbrotpraktiken, Tischreden und spontanes Improvisieren. Als komponenten-reiche Collage zeigt sich jedes Abendbrot als mehr oder weniger spontane Mahlzeit – als Zusammenspiel individueller Vorlieben, zur Verfügung stehender Beläge und den Einfällen des Appetits. So begreift sich auch der Abendbrotkongress in bekömmlicher Weise als improvisierendes Gesamtgeschehen. Günther/Wagner werden sich darum reißen, die Atmosphäre geschmacklich zu prägen, alle Gäste ins vollmundige Gespräch zu bringen und bei einer einfachen Mahlzeit auf den Punkt zu kommen.

Wer den eignen Abendbrotteller und Besteck mitbringt (dies ist eine freundliche Aufforderung!) ist im Vorteil. Wer ohne Teller kommt, muss mit einem Provisorium auskommen.

Wir bitten um Voranmeldung unter kontakt@extraktnetz.net oder über die ausliegende Liste in der Ausstellung. Der Kongress ist auf 40 Mitesser begrenzt.


Geschehen 2_INTERNATIONALER KIOSKKONGRESS (IKK)



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In den ehemaligen Räumlichkeiten der Gießener Tourist-Info am Berliner Platz wird durch eine temporäre Bespielung eine „Kioskbehauptung“ ausgerufen. Der Pavillon, in und um den die Veranstaltung stattfinden wird, ist Teil der städtischen Kongresshalle und wurde nachträglich an den historischen Baukörper des Kongresszentrums angesetzt. Dieses Ensemble ist 1966 nach Plänen des schwedischen Architekten Sven Markelius errichtet worden. Nach langer Nutzungszeit durch die Tourist-Information ist der angedockte Raum nun verwaist und wird wahrscheinlich bald entfernt werden. Der IKK nutzt diesen im Verschwinden begriffenen Ort für ein flüchtiges Aufscheinen des Kioskthemas.

Für einen Tag wird der büdchenartige Anbau durch ein schnell getaktetes Programm bespielt, für das eingeladene Künstler, Kunstwissenschaftler, Stadtplaner, Architekten und Kioskliebhaber*innen aus dem Umfeld des 1. Kioskclubs 06 eingeladen sind. Der KC 06 hat sich 2006 im Rahmen einer Ausstellung von Ingke Günther, Jörg Wagner und Andrea Knobloch im Museum am Ostwall in Dortmund gegründet. Die eingeladenen Mitstreiter sind aufgefordert, nacheinander einen pointierten 7-minütigen Auftritt zu nutzen, um das Kioskthema durch Aktionen, Performances, Vorträge, Filme oder Diashows zum Leuchten zu bringen.

So ist der Tag auf die einfache Formel zu bringen: Kioskkongress am 07.07. = getaktete 7-Minüter = dichtes Nischengeschehen.

Einen Nachmittag feiern wir die Größe der Kleinstarchitektur.